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Weshalb wir heute Karl den Großen stets mit Aachen in Verbindung bringen …

Karl der Große war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs. Am 25. Dezember 800 wurde er als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Bei diesem mittelalterlichen Kaisertum handelte es sich um eine gegenüber anderen Königen „gesteigerte Königsherrschaft“.
Karls Machtbereich umfasste zum Ende seiner Herrschaft – also bei seinem Tod im Jahr 814 in Aachen – in etwa die heutigen Gebiete Deutschlands, der Benelux-Staaten, Frankreichs, der Schweiz, Österreichs, Nord- und Mittel-Italiens und Tschechiens.
Die Könige dieser Zeit waren Reisekönige, die von Pfalz zu Pfalz reisten und unterwegs die Regierungsgeschäfte regelten. Karl unterhielt eine Vielzahl von Pfalzen, die über sein Reich verteilt waren und ihm immer wieder als königliche Residenzen dienten.
Karls bevorzugtes Aufenthaltsgebiet lag vor allem in der Region zwischen der Maas und dem Rhein-Main-Gebiet – Aachen lag demnach darin. Die Anzahl der Aufenthalte Karls in den Orten seines Reichs variiert stark und reicht von einem einzigen Aufenthalt in Frankfurt am Main bis zu 26 Aufenthalten in Aachen. Insbesondere im Winter hielt sich Karl in Aachen auf. Was ihn an dem Ort begeistert hatte: Die nahen Waldgebiete für die Jagd und die heißen Quellen. Karl liebte das Baden in den heißen Quellen Aachens. Hier schwamm er täglich zwei Stunden. Meist Hunderte von Menschen badeten mit ihm.
Karl regierte unter anderem durch seine persönliche Anwesenheit. In der Regel zweimal im Jahr wurden Hoftage als Versammlungen des Königs und der Großen des Reiches einberufen, um anstehende politische Fragen zu klären oder Streitigkeiten zu schlichten. Aachen blieb bis in das 16. Jahrhundert hinein Krönungsort der römisch-deutschen Könige.


Foto: Silberne, teilweise vergoldete Karlsbüste, entstanden nach 1349.
Fotocredit: www.medien.aachen.de / Andreas Herrmann.

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