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„Wir werden Nutznießer eines flächendeckend schnellen Internets sein“

Jonathan Natzel (Geschäftsführer Weltenmacher GmbH)

Bei der Weltenmacher GmbH ist der Name Programm. Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen erschafft mittels Virtual- bzw. Augmented Reality-Technologien virtuelle Welten, in denen sich praxisnahe Situationen simulieren lassen, die für Weiterbildung und Training eingesetzt werden. Im Februar besuchte das Breitbandbüro des Bundes (BBB) mit der Informationskampagne Breitband@Mittelstand die Weltenmacher GmbH und führte in diesem Rahmen ein Interview mit Geschäftsführer Jonathan Natzel.

BBB: Die Weltenmacher GmbH verbindet didaktische Trainings mit dem Einsatz von Virtual- bzw. Augmented Reality-Technologien. Welche Berufsgruppen greifen auf Ihre Angebote zurück?

Jonathan Natzel: Wir adressieren damit vor allem Berufsfelder mit hohem Praxisbezug, wie sie beispielsweise in der Medizin oder in der Chemie vorkommen. So lernen mit unseren Anwendungen u. a. Pflegekräfte die Durchführung der sogenannten Heimdialyse. Aber nicht nur im beruflichen Kontext schulen wir, sondern wir sind auch in das Training von Patienten eingebunden und haben damit mehrere Auszeichnungen für innovatives lebenslanges Lernen gewinnen können. Alle unsere Anwendungen und Einsatzfelder vereint, dass es immer um das Erlernen von praxisnahen Tätigkeiten und Kompetenzen geht.

BBB: Welche Möglichkeiten von Virtual- und Augmented Reality machen Sie sich momentan konkret zu Nutze, wo sehen Sie Entwicklungspotenziale?
Jonathan Natzel: Die neuen Technologien – das sind neben AR und VR auch noch die sogenannten Mixed Realities – haben einige Gemeinsamkeiten, die sie von anderen Medien und Technologien unterscheiden. Die Möglichkeiten der Technologien liegen zum einen in der Immersion, also dem realistischen Abtauchen in eine virtuelle Welt. Zum anderen sind auch völlig neue Formen der Interaktion in dieser Welt möglich. An der Stelle wo E-Learning an seine Grenzen gerät, kommen virtuelle Lernanwendungen zum Einsatz. Die damit einhergehende Revolution ist gewissermaßen die Demokratisierung des Flugsimulators, denn das aus diesem Bereich bekannte Prinzip lässt sich nun in vielen anderen Aus- und Weiterbildungsbereichen einsetzen. Weltenmacher setzt dabei vor allem auf virtuelle Realitäten, da diese sowohl einen großen Lerneffekt versprechen, als auch die Technologie selber eine gewisse Marktreife hat. Bei den erweiterten Realitäten (AR) wird dies noch eine Weile dauern.

BBB: Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht der Breitbandausbau bei Ihrer Arbeit?
Jonathan Natzel: Die Weltenmacher sind in ihrem Kern digital und das bedeutet auch, dass wir, um im globalen Markt bestehen zu können, auf eine „state of the art“ Infrastruktur setzen müssen. Ein Teil der Infrastruktur, der außerhalb des eigenen Wirkungskreises liegt, ist der Breitbandausbau. Dieser hat eine zentrale Funktion: in der Distribution unserer Anwendungen, in der Kommunikation mit den Kunden und im Bereich der Ansteuerung von Cloud-Lösungen.

BBB: Welche Entwicklungen werden Sie in Zukunft aufgrund eines flächendeckend verfügbaren schnellen Internets vorantreiben können?
Jonathan Natzel: Mit unseren VR Anwendungen, die mit hohen Datenraten und niedrigen Latenzen einhergehen, werden wir Nutznießer eines flächendeckend schnellen Internets sein. Langfristig spielt das sowohl stationär als auch mobil eine große Rolle.

Das Team der Weltenmacher und Mitarbeiter des BBB vor dem Informationsmobil.


Foto oben: Jonathan Natzel (Weltenmacher GmbH), Fotocredit: Jonathan Natzel.
Foto unten: Das Team der Weltenmacher, die Kollegen der Bürogemeinschaft Bin8 und Mitarbeiter des Breitbandbüros des Bundes in Düsseldorf am 15.02.2019. Fotocredit: Breitbandbüro des Bundes

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