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Satellit

Wie funktioniert Internet über Satellit?

Satelliteninternet bezeichnet eine Technologie, die Breitbandzugänge über geostationäre Satelliten realisiert. Diese befinden sich in einer Höhe von ca. 35.800 Kilometern über der Erdoberfläche und stehen über einem festen Punkt des Äquators, drehen sich also mit der Erde. Wie beim Satellitenfernsehen benötigt man für die Verbindung eine entsprechend ausgerichtete Satellitenschüssel. Mit der heute verfügbaren 2-Wege-Technik erfolgt sowohl der Empfang als auch der Versand von Daten via Satellit. Dem Endverbraucher stehen dabei Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Download und 6 Megabit pro Sekunde im Upload zur Verfügung.

Die Satellitentechnologie bietet inzwischen sehr gute Bedingungen zur Datenfernübertragung und kann als adäquater Ersatz für herkömmliche terrestrische Technologien dienen. Spezielle Bündelrouter ermöglichen die Kombination mehrerer Anlagen und Anbieter, um im Bedarfsfall die Leistung noch weiter zu erhöhen. Die Anbieter stellen die Dienste Telefonie, TV und Internet auch gebündelt bereit, was bedeutet, dass zur Nutzung aller Dienste nur eine Schüssel erforderlich ist

Wo ist Internet über Satellit verfügbar?

Internet via Satellit ist überall dort interessant, wo eine hinreichende Breitbandversorgung über terrestrische Technologien in naher Zukunft nicht zu erwarten ist. Bei der Montage der Satellitenschüssel muss berücksichtigt werden, dass bei einem Höhenwinkel von ca. 30° freie Sicht auf den Himmel gewährleistet ist und keine Empfangsbeeinträchtigung durch nebenstehende Bäume oder Häuser besteht. Da die Satellitenpositionen der drei Anbieter (Avanti, Eutelsat und SES ASTRA) unterschiedlich sind, findet sich immer eine freie Sichtverbindung zu mindestens einem der Breitband-Satelliten. Die Hardware besteht aus einer speziellen Parabol-Satellitenantenne, einer Sende- und Empfangseinheit sowie einem Modem für den Anschluss der Anlage an den Rechner oder das Hausnetz. Für den Empfang von digitalen TV-Programmen in SD- und HD-Qualität ist ein zusätzlicher „Low Noise Blocker“ (LNB, Signalumsetzer) erforderlich.

Welche Kosten fallen an?

Angebote für Anschlüsse mit Bandbreiten ab 22 Mbit/s beginnen bereits bei einer Grundgebühr von monatlich ca. 20 € (exklusive Monatsmiete für Antenne, Modem etc.). Für höhere Bandbreiten und spezielle Paketbuchungen (Flatrate, Triple Play) muss mit monatlichen Gebühren von 30 bis 50 € und mehr gerechnet werden. Parabolantenne, bidirektionaler LNB und das Satellitenmodem können in der Anschaffung ca. 300 € kosten. Je nach Anbieter gibt es Möglichkeiten, die Hardware zu mieten oder über eine vorgeschriebene Vertragslaufzeit in Raten zu zahlen. Zudem stellen inzwischen einige Anbieter während der gesamten Vertragsdauer je nach Bandbreitenklassen die Hardware kostenfrei bereit.

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