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Nutzung von Synergien

Beim Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur hin zu Hochgeschwindigkeitsnetzen ist das Verlegen von Glasfaserkabeln zur Erschließung von Gebäuden ein erheblicher, wenn nicht der größte Kostenblock. Studien gehen davon aus, dass die Tiefbaukosten etwa 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.

Durch mehr Transparenz, eine verbesserte Zusammenarbeit (z. B. Mitnutzung, Mitverlegung) können Synergien optimal genutzt und beim Rollout von Hochleistungsnetzen erhebliche Kosten eingespart werden.

Die weitreichenden Infrastrukturen der Versorgungswirtschaft, wie beispielsweise Zu- und Abwasserkanäle, bieten großes Potenzial für die Erschließung unterversorgter Gebiete mit Breitbandanschlüssen. Bei Bauvorhaben werden Glasfaserkabel direkt mitverlegt oder nachträglich mithilfe von speziellen Robotern in die Rohre eingezogen. Im Zuge der Sanierung bzw. des Aus- und Neubaus von Verkehrsinfrastrukturen (Autobahnen, Straßen, Geh- und Fahrradwege) erfolgt die gleichzeitige Verlegung von Leerrohren.

Durch die Mitnutzung von bestehenden Kabelinfrastrukturen, Leerrohren und Glasfasernetzen, die bereits von der Privatwirtschaft (beispielsweise Energieversorger, Deutsche Bahn) installiert wurden, können Einsparungen beim Aufbau einer flächendeckenden Breitbandversorgung erreicht werden.

Die zuständigen Stellen für die Beantragung der Mitnutzung von Bundesverkehrswegen, wie Fern- und Wasserstraßen und Eisenbahninfrastruktur, sind ebenfalls auf den Seiten der Bundesnetzagentur auffindbar.

Als Instrument zur Identifikation und Nutzung vorhandener Infrastrukturen schafft der bundesweite Infrastrukturatlas Transparenz. Er bietet einen Überblick über öffentliche und private Infrastrukturen, die grundsätzlich für den Aufbau von Breitbandnetzen geeignet sind. Dazu zählen beispielsweise vorhandene Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funktürme, Masten und Funkstationen. Die Daten stammen von Infrastrukturinhabern unterschiedlicher Branchen und Bereiche, wie beispielsweise Telekommunikationsanbietern, Energienetzbetreibern, aber auch öffentlichen Einrichtungen.

Darüber hinaus informieren einzelne Länder und Kommunen mittels Datenbanken und GIS-Systemen über anstehende Bauvorhaben.

Moderne Verlegeverfahren für die Breitbanderschließung, wie beispielweise Microtrenching, erlauben einen kosteneffizienten Ausbau mit Einsparpotenzialen von bis zu 40 Prozent der Tiefbaukosten. Baumaßnahmen können reduziert und damit die Behinderung des Verkehrs sowie eine Belästigung der Anwohner auf ein Mindestmaß verringert werden.

Die Entwicklung neuer Anschlusstechnologien bietet Potenzial, Häuser und Gebäude kostengünstig mit Glasfaser zu erschließen. Dabei werden für das Einführen der Glasfaser in Gebäude bestehende Anschlussleitungen für Gas oder Wasser genutzt. Kostenintensive und bisher notwendige Tiefbaumaßnahmen, wie beispielsweise Schachtarbeiten am Haus, können damit vermieden werden.

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