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Zukunft Breitband: Alternative Verlegesysteme sind der Schlüssel zum Erfolg

Am 9. September fand ein Nachmittags-Workshop mit anschließendem Parlamentarischem Abend im CINIQ-Center des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin statt.

Veranstalter waren neben dem Fraunhofer HHI der IT-Gipfel AG8 „Digitale Netze und Mobilität – Fokusgruppe Alternative Verlegetechnologien”, der FTTH Council Europe sowie die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg.

Ausgangspunkt für die Veranstaltung war, dass die Erreichung der Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung, bis 2018 alle deutschen Haushalte mit Internetzugängen von mindestens 50 Mbit/s zu versorgen, nur unter Ausnutzung aller Synergien und Grabungsalternativen gelingen kann.

Ziel des Workshops und des Parlamentarischen Abends war es, die Palette von der Verlegung in bestehender Infrastruktur, wie zum Beispiel im Abwasserkanal, die Mitnutzung des schon offenen Grabens, zum Beispiel beim Radwegebau bis hin zu sogenannten minimal invasiven Eingriffen in bestehende Infrastruktur, wie zum Beispiel beim Micro- bzw. Minitrenching aufzuzeigen. Gleichzeitig wurde die Frage erörtert, welche Hindernisse auf diesem Wege beseitigt werden können und welche Rahmenbedingungen gesetzt werden müssen, um den Breitbandausbau in diesem Bereich weiter voranzutreiben.

Die teilweise divergierenden Ansichten der verschiedenen Interessengruppen und Teilnehmer bezüglich der einzelnen Verlegemethoden führten zu angeregten und fruchtbaren Diskussionen. Letztlich verfolgen alle dasselbe Ziel: So viele Haushalte wie möglich in Deutschland mit Breitband zu versorgen, und zwar kostengünstig, schnell und nachhaltig. Dazu galt es von allen getragene pragmatische Lösungen zu finden bzw. anzustoßen. Konsens herrschte darüber, dass es nicht die universelle Lösung geben kann, sondern vielmehr die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten in der jeweiligen Gemeinde beachtet und individuelle Lösungen angewendet werden müssen.

Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, präsentierte als Einstieg ins Thema die aktuelle Breitbandentwicklung in Deutschland. Laut TÜV Rheinland sind erst 64,1 % der deutschen Haushalte mit 50 Mbit/s und mehr ausgestattet (Zahlen von 2014). Auch hier wurde wieder deutlich, dass die noch fehlenden 35,9 % nur mit Hilfe von Maßnahmen zur Kostenreduzierung und der Nutzung von Synergien versorgt werden können.

Eine Podiumsdiskussion mit Jens Koeppen (MdB, Ausschuss „Digitale Agenda“), Dorothee Bär (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Dr. Robert Henkel (Europäische Kommission), Prof. Dr. Martin Schell (Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut), Prof. Hartwig Tauber (FTTH Council Europe), Martin Weyand (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.), Dr. Stephan Albers (Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.) und Michael Reiss (IT-Gipfel AG8, „Digitale Netze und Mobilität” – Fokusgruppe „Alternative Verlegetechnologien”) beleuchtete die politische Dimension des Themas. Staatssekretärin Bär unterstrich dabei die Errungenschaften der Bundesregierung im Breitbandausbau und sprach sich ausdrücklich für die Förderung von Piloten zu neuen Breitbandverlegemethoden durch Gelder des Bundes aus.

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