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Medientechnische Anwendungen (Teil 1): „Für die Kommunikation mit unseren Kunden sind digitale Lösungen der Schlüssel für eine reibungslose Umsetzung“

AV Active ist ein auf modernste medientechnische Anwendungen spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Berlin.
Benjamin Brostian, Geschäftsführer der AV Active GmbH, erläuterte dem Breitbandbüro des Bundes die Rolle digitaler Lösungen bei der Arbeit seines Unternehmens.


Breitbandbüro des Bundes: Wofür steht AV Active?

Benjamin Brostian: Unsere Kunden sind überwiegend Event-Agenturen und große Firmen sowie öffentliche Auftraggeber. Unser jüngstes Großprojekt war die Konzeption und teilweise Realisierung der medientechnischen Ausstattung des kasachischen Pavillons auf der gerade stattfindenden EXPO 2017 in Astana. Wir verstehen uns als das planerische Hauptquartier für alle an einem medientechnischen Projekt beteiligten Gewerke und Stakeholder, also z. B. Content-Produzenten, Techniklieferanten, Systemintegratoren und Endkunden. Wir führen die Fäden zusammen, prüfen und validieren große Datenmengen aus verschiedenen Quellen, stehen Content-Produzenten beratend zur Seite und entwickeln eigene technische Lösungen unter Einsatz modernster Technologien wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Live-Tracking.
Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen konzeptioneller Idee und Machbarkeit. Kurzum: Wir sorgen dafür, dass jede auf dem Papier noch so unmöglich klingende Idee mittels kreativem Technik-Einsatz in die Tat umgesetzt werden kann.
Wir als AV Active arbeiten seit einiger Zeit sehr eng mit der Burmester Event- & Medientechnik GmbH zusammen, mit der wir mittlerweile auch ein Büro teilen. Wir haben unsere Kompetenzen gebündelt, um den stetig steigenden Anforderungen im Bereich der medientechnischen Anwendungen noch besser gerecht zu werden.

Breitbandbüro des Bundes: Sie erarbeiten technische Darstellungslösungen für namhafte Auftraggeber. Welche Rolle spielen digitale Lösungen bei der Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen?

Brostian: Unser Geschäft ist durch und durch digital. Wenn wir über Technologien und Anwendungen für Projektionsmapping, interaktive Displays, Virtual Reality oder Live-Tracking sprechen, geht es immer um Daten – und zwar sehr große Mengen an Daten. Für die Kommunikation mit unseren Kunden, deren Dienstleistern und unseren Partnern im In- und Ausland, sind folglich digitale Lösungen der Schlüssel zu einer reibungslosen Umsetzung. Bei Abstimmungsprozessen geht es beispielsweise um den Austausch von Planungsständen und Visualisierungen. Hierfür bieten sich Bild-, Video- und Audiodateien bzw. Shared-Desktop-Lösungen an, um mehrere, über den Globus verteilte Teilnehmer, synchron auf einen gemeinsamen Stand zu bringen.
Der Flaschenhals im letzten Stadium einer Produktion ist meist die Lieferung bzw. das schnelle Transferieren von großen Datenmengen. Bei modernen medientechnischen Installationen – sei es für große Live-Events wie zum Beispiel die Schlosslichtspiele in Karlsruhe, für Corporate Events, für Messen oder Museen – sind die Anforderungen an die technische Machbarkeit in den letzten Jahren massiv angestiegen. Während sich 4K in vielen Bereichen gerade erst durchsetzt, beschäftigen sich professionelle Anwender längst mit 8K oder sogar 12K!
Das bedeutet eine enorme Steigerung der Datenmenge. Dennoch soll die Wiedergabe in der höchstmöglichen Qualität erfolgen, ohne dass ein Bild jemals komprimiert worden ist. Eine Komprimierung bringt den Vorteil mit sich, dass sich die Datenmenge deutlich verringert, verringert allerdings die Bildqualität. Kunden – insbesondere auf den A-Klasse-Messen bzw. den großen Automotive-Shows der Welt – geben sich damit nicht zufrieden. So sind Datenmengen von zwei bis drei TeraByte ebenfalls keine Seltenheit mehr. Hier scheitern wir gelegentlich an der Internetverbindung, gerade bei Projekten im internationalen Rahmen.

Breitbandbüro des Bundes: Welche digitalen Lösungen setzen Sie für Ihre Produktentwicklung, Ihre Produktion und Ihr Marketing konkret ein?

Brostian: Sowohl im Vorbereitungsprozess als auch im Show-Operating setzen wir auf bewährte kostenpflichtige Lösungen von namhaften Software-Herstellern. Geht es um show- und livetaugliche Programme, setzen wir auf Anwendungen von Software-Spezialisten.
Bietet kein einzelnes Programm die gewünschte Funktion bzw. den erforderlichen Workflow, kombinieren wir verschiedene Programme, um zum Ziel zu gelangen. Ist auch das nicht möglich, so lassen wir uns Softwaretools schreiben, wobei man hier immer Kosten und Nutzen in ein Verhältnis setzen muss.
(…)


Im zweiten Teil des Interviews, der morgen an dieser Stelle erscheint, schildert Benjamin Brostian seine Erwartungen an die digitale Zukunft.


Foto: Benjamin Brostian, Geschäftsführer der AV Active GmbH (li.) zusammen mit Kooperationspartner Nik Burmester (Burmester Event- & Medientechnik GmbH; re.).
Fotocredit: AV Active.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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