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„Der Trend zur Digitalisierung hat die Gesellschaft bereits nachhaltig verändert und wird es in Zukunft noch mehr tun.“

Mit unserer Informationskampagne Breitband@Mittelstand besuchen wir heute das IT- und Wirtschaftsforum IT2KO in Koblenz. Die Veranstaltung ist Konferenz, Networking-Plattform und Kommunikationsmultiplikator für intelligente, digital vernetzte Arbeitswelten im nördlichen Rheinland-Pfalz.
Bereits im Vorfeld sprachen wir mit Olaf Köster, Geschäftsführer von 8S IT-Sicherheit, einer Agentur aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, die sich dem Schutz der IT-Infrastruktur von Unternehmen verschrieben hat und als Aussteller vor Ort ist. 8S IT-Sicherheit hilft beim Aufdecken von Systemschwachstellen und schützt Daten, Informationen und das damit verbundene Know-how. Sie kümmert sich also um die Eindämmung der Risiken der Digitalisierung. Dazu und zu vielen weiteren Aspekten digitaler Transformation äußerte sich Olaf Köster im Interview mit dem Breitbandbüro des Bundes ausführlich.


Breitbandbüro des Bundes: Welche Chancen und Risiken birgt der Digitalisierungsprozess?

Olaf Köster: Der Digitalisierungsprozess bietet vielfältige Chancen für Unternehmen. Bestehende Geschäftsprozesse werden digitalisiert und erhöhen so die Effizienz des Unternehmens. Gleichzeitig erhält der Unternehmer wesentlich mehr Informationen, die ihm bei der Unternehmenssteuerung helfen. Er wird durch die Digitalisierung in die Lage versetzt, sein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt optimal zu steuern und nicht wie bisher üblich auf Spätindikatoren zurückgreifen zu müssen um den Geschäftserfolg zu bewerten.
Neue digitale Geschäftsmodelle entstehen, die es ohne die Entwicklung neuester Internettechnologien so nicht geben würde. Online-Musik-Dienste wie Ampya oder Online Druckdienste wie CeWe Fotobuch können hier exemplarisch genannt werden.
Risiken der Digitalisierung sind jedoch auch zu benennen. Digitale Geschäftsmodelle leben meist von einem hohen Innovationsgrad. Es ist gerade in der Startphase nicht immer klar erkennbar, ob diese Innovationen angenommen werden und somit tragfähig sind. Der Totalausfall des eingesetzten Kapitals kann die Folge sein.
Risiken anderer Art entstehen durch den massenhaften Austausch von Daten, insbesondere personenbezogener Daten und Informationen zu Finanztransaktionen (Kreditkartenzahlungen etc.). Hier gilt es, die Risiken so weit wie möglich zu vermeiden und mögliche Angriffsszenarien auszuschließen, sonst drohen erhebliche finanzielle Verluste.

BBB: Was sind für Sie die derzeit spannendsten Entwicklungen im Bereich Digitalisierung?

Köster: Es gibt viele spannende Entwicklungen. Ganz sicher gehört das autonome Fahren zu den interessantesten Projekten der Digitalisierung. Aber auch Smart Home oder intelligente Haushaltsgeräte haben ihren Reiz. Eine besonders interessante Idee ist wohl die smarte Pillendose, die ihren Besitzer per Smartphone an die regelmäßige und zeitnahe Einnahme wichtiger Medikamente erinnert.

BBB: Für welche Branche ist Digitalisierung von besonderem Interesse?

Köster: Sicher gibt es Branchen, für die Digitalisierung von besonderem Interesse zu sein scheint. Fakt ist aber, dass es kaum Branchen gibt, für die das Thema nicht von Interesse ist. Unternehmen, die heute nicht damit beginnen, Geschäftsprozesse zu digitalisieren oder digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, brauchen dies in 3 – 5 Jahren auch nicht mehr zu tun. Sie haben dann schlicht keine Bedeutung mehr für den Markt.

BBB: Worin sehen Sie die größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die durch die Digitalisierung hervorgerufen werden?

Köster: Der Trend zur Digitalisierung hat die Gesellschaft bereits nachhaltig verändert und wird es in Zukunft noch mehr tun. Smartphones und Tablets sind bereits heute allgegenwärtig. Je mehr smarte Lösungen auf den Markt kommen, desto wichtiger sind auch diese Geräte. Bereits heute nutzen mehr Menschen ein Smartphone oder Tablet als einen Computer und digitale Geschäftsmodelle sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wichtigste Herausforderung ist daher die durchgängige Breitband-Vernetzung, damit auch Unternehmen, die nicht in Ballungszentren angesiedelt sind, an der zukünftigen Entwicklung teilhaben können. Nur so können in strukturschwachen Regionen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.
Die Digitalisierung wird auch zu einer Veränderung der Arbeitsmärkte führen. Deutschland wird in Zukunft weiterhin einen hohen Bedarf an Fachkräften im IT-Sektor haben, während der Bedarf in anderen Bereichen nachlassen wird. Ein Umdenken in der Ausbildung ist somit dringend erforderlich.

BBB: Herr Köster, vielen Dank für das Interview.


Foto: Olaf Köster, Geschäftsführer von 8S IT-Sicherheit.
Fotocredit: Olaf Köster.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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