• Startseite
  • Digitalisierung bereitet auf die Zukunft vor

Digitalisierung bereitet auf die Zukunft vor

Die Elektro Engels & Schmitz GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Wesseling zwischen Köln und Bonn. Das Unternehmen hat seit über 40 Jahren Erfahrung in der Kälte-, Heizungs- und Lüftungsbranche und beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wir befragten die kaufmännische Geschäftsführerin Martina Engels-Bremer zu Details bei der Bewältigung der digitalen Transformation.


Breitbandbüro des Bundes: In welchem Geschäftsfeld arbeitet Elektro Engels & Schmitz und wo liegen die Kernkompetenzen Ihres Unternehmens?

Martina Engels-Bremer: Wir sind Spezialisten für die MSR-Technik [Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik; die Red.] in der Kälte-, Klima- und Lüftungsbranche. Von der Planung über die Programmierung, den Schaltschrankbau bis hin zur Inbetriebnahme produzieren wir regeltechnisch große Kälte- und Lüftungsanlagen.

BBB: Ihr Unternehmen hat eine jahrzehntelange Geschichte. Welche Rolle spielt in dieser Geschichte die digitale Transformation? Wann und aus welchem Grund haben Sie begonnen digitale Prozesse einzuführen?

Martina Engels-Bremer: Die Digitalisierung kommt bisher hauptsächlich im Innendienst zur Anwendung.  Wir haben die Stromlaufplanerstellung auf EPlan bereits 1985 eingeführt und sind bei den Updates auf dem neuesten Stand. Zudem werden die Montageplatten beziehungsweise der Aufbau mit Kanälen, Schienen etc. digital gezeichnet und dann an eine CNC Maschine übertragen. Dadurch entfallen Arbeiten wie das Aufzeichnen auf die Platte, das Sägen, das Stanzen oder das Pfeilen. Die Steuerung und Regelung der Anlagen erfolgt über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS). Wir können dadurch über Modems auf die Anlagen zugreifen und auf Wunsch des Kunden eine Fernwartung oder Umprogrammierung vornehmen. So entfallen Fahrten und wir können schnell Hilfe anbieten.
Die Gründe für diese Digitalisierungs- und Automatisierungsschritte sind einerseits die immer neuen Kundenanforderungen, die sich durch technische Weiterentwicklung laufend verändern. Andererseits sparen wir durch die Einführung dieser Prozesse Arbeitszeit, wodurch wir den Fachkräftemangel etwas ausgleichen können.

BBB: Sind denn die Anforderungen an Ihre Mitarbeiter und Auszubildenden gestiegen?

Martina Engels-Bremer: Die Mitarbeiter müssen sich durch die Einführung neuer Programme auch ständig neuen Herausforderungen stellen. Durch die veränderten Arbeitsabläufe ist mehr Flexibilität der einzelnen Mitarbeiter gefragt. Es kommt nicht mehr nur auf deren handwerkliche Fähigkeiten an. Zum Beispiel werden bei uns erfahrene Monteure in die SPS-Abteilung integriert. Durch ihre Erfahrung bei der Installation von Kälte- und Lüftungsanlagen konnten sie die zu steuernden Anlagen im Detail kennenlernen.
Bevor ein Wechsel in die SPS-Abteilung stattfindet werden die Mitarbeiter bei einem großen Technologieunternehmen speziell geschult. Nachdem sie den Lehrgang vollendet haben, werden sie einem erfahrenen SPS-Mitarbeiter zugeteilt, mit dem sie kleinere Anlagen in Betrieb nehmen. Nach mehreren Jahren sind sie dann in der Lage selbst Programme zu schreiben und eigenständig in Betrieb zu nehmen. Das „Sich-über-die-Schulter-Schauen“ ist bei uns auch im digitalen Zeitalter noch ein wichtiger Punkt.

BBB: Wenn Sie auf die Entwicklung Ihres Unternehmens in den nächsten fünf bis zehn Jahren schauen: Welchen Beitrag wird digitale bzw. digitalisierte Technik bei Ihnen leisten?

Martina Engels-Bremer: Die Schwerpunkte werden die Abläufe auf den Baustellen und die Optimierung der Schnittstellen zwischen Innen- und Außendienst sein.
Unsere Monteure sollen mit Tablet kleine Bestellungen direkt beim Großhandel realisieren können. Technische Unterlagen werden künftig über das Netz direkt vor Ort digital bereitgestellt. Weiter verbessern werden sich auch die Möglichkeiten der Visualisierung von Baustellen. Dadurch erhalten wir in der Firma einen besseren Eindruck von dem, was vor Ort passiert. Wir werden in der Lage sein, technische Unterlagen zwischen Baustellen und unserer Firma digital auszutauschen. Dies trägt zur Verlust- und Fehlervermeidung bei und beschleunigt die Vorgänge.
Insgesamt wird die Dokumentation von Details und die Reaktion darauf mit den digitalen Werkzeugen schneller und zuverlässiger werden. Eine Mängelbeseitigung beispielsweise kann dadurch schnell und ohne Zeitverlust gut dokumentiert versendet oder eine technische Lösung in Zusammenarbeit mit dem Kunden erarbeitet werden, ohne viel Weg- und Zeitaufwand. Cloud-Lösungen wiederum sind für uns eine wunderbare Sache weil sie den Zugriff aller von verschiedenen Standorten aus auf Pläne und Dokumente ermöglichen, beispielsweise auf Bautagebücher.
Um diese Dinge sukzessive umzusetzen, bedienen wir uns der externen Hilfe eines Beratungsunternehmens.

BBB: Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Digitalisierung ist für uns …“.

Martina Engels-Bremer: Für uns ist Digitalisierung ein wichtiger Baustein, um die Firma auf die Zukunft vorzubereiten.


Foto oben: Das Team von Elektro Engels & Schmitz.
Foto unten: Martina Engels-Bremer, Geschäftsführerin der Elektro Engels & Schmitz GmbH.
Fotocredit: Elektro Engels & Schmitz GmbH

BBB Logo


Breitbandbüro des Bundes
T 030 60 40 40 6-0
F 030 60 40 40 6-40
E kontakt(at)breitbandbuero.de



Postanschrift
Postfach 64 01 13
10047 Berlin