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Ninette Pett: „Es gibt nichts Gefährlicheres als den Stillstand.“

Die Kommunikationsbranche ist ein Wirtschaftsbereich, den die digitale Transformation in den vergangenen Jahren nahezu vollumfänglich verändert hat. Digitale Medien sind aus jeglichen Kommunikationsprozessen heute nicht mehr wegzudenken. Entsprechend haben sich die Vorgehensweisen, aber auch die Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der Unternehmenskommunikation, stark gewandelt. Ninette Pett von PETT PR beantwortete uns einige Fragen zu diesen Veränderungen und gab auch Auskunft zum digitalen Standort Thüringen.


Breitbandbüro des Bundes: Kommunikation findet heute fast nur noch medial vermittelt – das heißt in den meisten Fällen digital – statt. Stimmen sie dem zu und was bedeutet das für Ihre Arbeit?

Ninette Pett: Die Unternehmenskommunikation/PR hat sich in den vergangenen 10 Jahren rasant gewandelt – mit dem Aufkommen sozialer Netzwerke und Medien veränderte sich nicht nur die interne Kommunikation, auch die Pressearbeit bspw. zeigt sich heute vollkommen digital. Man kann schon sagen, dass dieser Unternehmensbereich einen der wenigen in mittelständischen Betrieben darstellt, der die digitale Transformation schon heute nahezu vollständig umsetzen kann, während in anderen Bereichen noch nach Lösungen gesucht wird.

BBB: Als PR Agentur arbeiten Sie dann vermutlich überwiegend digital. Wie sieht der Arbeitsalltag bei Ihnen aus und welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

NP: In unseren Projekten arbeiten Mitarbeiter an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten zusammen – hier müssen Entscheidungen gefällt, Entwicklungen diskutiert, Daten eingesehen und Dokumente geteilt werden. Wir verwenden bspw. in der Projektabwicklung cloudbasierte Kommunikations- und Kollaborationsplattformen, um Entscheider in den Unternehmen und Umsetzer in den Agenturen miteinander zu vernetzen.
Das bedeutet aber auch, dass Daten, die im Rahmen eines Projektes entstehen, ebenso in andere Prozesse integriert und übertragen werden können. Dies erfordert neben einer sehr guten Internetanbindung auch die entsprechenden Kenntnisse von Softwaretools, Plugins, Apps etc.

BBB: Sie beraten vor allem KMU im mitteldeutschen Raum im Hinblick auf deren Ausrichtung und Kommunikation. Wie digital ist die Region, insbesondere Thüringen, aufgestellt und was gibt es hier Ihrer Meinung nach noch zu tun?

NP: Es gibt Unternehmen, die den anderen weit voraus sind und sich bereits mit dem WIE der Datennutzung beschäftigen – doch die Mehrheit befasst sich noch mit dem WAS. Manche verdrängen es ganz und gar, nach dem Motto: „Diese Mode erledigt sich von selbst wieder“. Doch wie bei allen Entwicklungen wird sich auch hier derjenige durchsetzen, der den Zug nicht verpasst. Hier sollten die KMU ihre Stärke gegenüber den Konzernen nutzen und auf ihre Flexibilität und persönliche Vernetzung setzen: Es gibt in Thüringen bereits die Möglichkeit, in Netzwerken mit Experten und anderen KMU Erfahrungen auszutauschen und beispielsweise Fragen an diejenigen zu richten, die digitale Prozesse erfolgreich implementiert haben. Warum sich also allein durch fremdes Terrain kämpfen?

BBB: Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Digitalisierung ist für mich/uns…“.

NP: Für uns als Kommunikationsberater und als junges Unternehmen ist die Digitalisierung eine sehr willkommene Entwicklung, die uns zwingt, an uns zu arbeiten und am Ball zu bleiben. Es gibt nichts Gefährlicheres als den Stillstand.


Foto oben: Ninette Pett
Foto unten: Image Foto PETT PR
Fotocredit: PETT PR

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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