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Augmented Reality verbindet Bücher und Apps

Die Medienagentur KIDS interactive aus Erfurt hat sich auf die Entwicklung und Produktion von interaktiven Lern- und Spielmedien für junge Zielgruppen spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet deutschlandweit für große Marken und Unternehmen aus so unterschiedlichen Branchen wie Bildung, Unterhaltung, Chemie oder Fahrzeugbau.
Wir baten Joerg Michel, Geschäftsführer von KIDS interactive, um ein Interview. Neben der digitalen Arbeitsweise des Unternehmens, standen dabei einige Details zu Augmented Reality Produkten im Vordergrund. Insbesondere erläuterte Michel wie Digitales und Analoges bei Arbeitsweise und Produkten komplementär funktionieren.


Breitbandbüro des Bundes: Welcher unternehmerische Ansatz steckt hinter KIDS interactive?

Joerg Michel: Seit 2007 entwickelt und produziert die KIDS interactive GmbH mit einem kreativen Team von über 20 Mitarbeitern aus den Bereichen Konzeption, Redaktion, Design, Animation sowie Web- und App-Entwicklung anspruchsvolle Interaktiv- Projekte im Erfurter KinderMedienZentrum. Von Beginn an haben wir uns mit viel Herzblut auf die spielerische Vermittlung von Wissen für junge Zielgruppen spezialisiert.
Wir arbeiten für Kunden aus der Bildungsbranche ebenso wie für Fernsehanstalten, Krankenkassen, Institute oder große Chemiefirmen, für die wir weltweit Projekte entwickeln und produzieren. KIDS interactive ist Vorreiter beim Thema „Augmented Reality“ und erhielt 2014 den Thüringer Innovationspreis für die erste Augemented Reality-Schulbuch-App, die inzwischen mit mehreren Verlagen in Serie geht. Aktuell freuen wir uns über die Wahl zum „Innovator 2017“ als eines der 20 innovativsten Unternehmen Deutschlands durch das Wirtschaftsmagazins „brand eins“.

BBB: KIDS interactive sieht sich als „Agentur für junge Medien“. Was bedeutet das, heißt das, dass „alte“ Medien wie Zeitschriften, Bücher, Radio oder Fernsehen bei Ihnen keine Rolle spielen?

Joerg Michel: Als wir das Unternehmen 2007 gegründet haben, spielten Smartphones und Apps für unsere Arbeit quasi keine Rolle. „Neue Medien“ waren damals Internetseiten und CD-Roms.

Heute besteht gut die Hälfte unserer Projekte aus App-Entwicklungen. Über Schulbuch-Apps bilden wir mit Hilfe von neuer Augmented Reality-Technologie eine funktionierende Medienbrücke zwischen dem alten Medium „Schulbuch“ und den Smartphones oder Tablets aus der Lebensrealität der Lernenden. Unsere Augmented Reality-Apps wie ZOOM oder PagePlayer erkennen die Buchseiten und ergänzen sie digital mit multimedialen Elementen wie 3D-Objekten, Videos, Audios, interaktiven Aufgaben und Animationen. Gedruckte Publikationen werden wahrscheinlich noch sehr lange eine Rolle spielen, denn neue Medien beziehen sich oft crossmedial auf die alten, die natürlich auch ihre Vorteile und Berechtigung haben. Mit unserer App METABUCH haben wir die Augmented Reality-Funktionen und die Interaktion mit Buchseiten standardisiert und vermarkten sie als Basistechnologie für Verlagsprojekte.

BBB: Welche digitalen Prozesse sind für Ihren Arbeitsalltag bestimmend?

Joerg Michel: KIDS interactive ist natürlich ein weitgehend digitalisiertes Unternehmen. Für die Projektdurchführung setzen wir seit 6 Jahren agiles Projektmanagement nach dem SCRUM-Verfahren ein. Alle Prozesse durchlaufen verschiedenene Reviews und Testlevels, bevor sie das Unternehmen zum Kunden verlassen. Hierfür nutzen wir ein speziell an unsere Bedürfnisse angepasstes Prozesstool, in dem sämtliche Aufgaben, Vorgänge und Zuständigkeiten für alle einsehbar abgebildet werden. Nur so sind für uns gleichzeitig mehrere große komplexe Projekte im Hinblick auf Qualität und Budget durchführbar.

Witzigerweise schreiben sich die Teams ihre einzelnen Arbeitsaufgaben als „Stories“ auf kleine gelbe Klebezettel, die dann an einer großen Wand täglich hin und her wandern. Auch hier bilden also Digitales und Analoges eine für uns durchaus sinnvolle Symbiose. Darüber hinaus gibt es einen internen Chat und ein Wiki, in dem das Firmenwissen für alle verfügbar gesammelt wird. Natürlich bestimmt die fortschreitende Digitalisierung unseren Arbeitsalltag, weil wir fast täglich mit Kunden über deren digitale Zukunft sprechen und uns dabei mit den verschiedensten Herausforderungen auseinandersetzen.

BBB: Wie gehen Sie die künftigen Herausforderungen der digitalen Transformation an? Gibt es konkrete Pläne, beispielsweise eine digitale Strategie?

Joerg Michel: Die digitale Transformation findet gerade statt – im Büroalltag und in fast allen unserer Kundenprojekte. Eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre wird für uns die Standardisierung und Entwicklung von Plattformen sein, die uns auch die Skalierung von digitalen Geschäftsmodellen erlauben. Hierbei schauen wir auch verstärkt in den Bereich der Erwachsenbildung. Augmented Reality und Virtual Reality sind jetzt den Kinderschuhen entwachsen und erreichen den Massenmarkt. Schon bald werden diese Technologien genauso zum Alltag gehören wie alle vormals „Neuen Medien“. Genau da sehen wir mit unserer Expertise großes Zukunftspotential für KIDS interactive und haben den Anspruch, uns in diesem innovativen Themenfeld fest zu etablieren und speziell im Bildungsbereich marktführend zu werden.

BBB: Bitte vervollständigen Sie zum Abschluss folgenden Satz: „Digitalisierung ist für uns…“.

Joerg Michel: Digitalisierung ist für uns die Chance und der Auftrag, unserer technische und konzeptionelle Erfahrung in die 4.0-Kochtöpfe unserer Kunden zu werfen und diese mit unserer Innovationsfreude bei den Herausforderungen der digitalen Transformation als kompetenter Partner zu begleiten.


Foto oben: Joerg Michel, Geschäftsführer der KIDS interactive GmbH.
Fotocredits: Joerg Michel.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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