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„Wir schulen Auszubildende in Berufsschulen zu IT-Sicherheitsfragen, um ihr Wissen in kleinere und mittlere Unternehmen zu übertragen.“

Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, das digitale Sicherheitsbewusstsein und das Verhalten von Internetnutzern durch konkrete Hilfestellungen zu verbessern. Mit dem Wettbewerb myDigitalWorld will der Verein Jugendliche dazu anregen, sich mit dem Thema Sicherheit im Netz auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb ist auf Initiative des IT-Gipfels der Bundesregierung 2014 entstanden und fand im Schuljahr 2016/2017 erstmalig in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung statt.

Dr. Michael Littger, Geschäftsführer von Deutschland sicher im Netz e.V., gab dem Breitbandbüro des Bundes im Interview Auskunft über die Arbeit seines Vereins.


Breitbandbüro des Bundes: Was sind die Ziele von myDigitalWorld? Aus welchem Grund engagieren Sie sich beim Thema „Jugendliche und sicheres Internet“?

Dr. Michael Littger: Der aktuelle DsiN-Sicherheitsindex zur digitalen Sicherheit von Verbrauchern in Deutschland zeigt, dass junge Menschen meist der Nutzergruppe der „Fatalisten“ angehören: Sie wissen oftmals um die Gefahren im Internet und häufig auch, wie sie sich davor schützen könnten – tun es aber nicht. Deutschland sicher im Netz hat deshalb auf dem IT-Gipfel 2014 den Jugendwettbewerb myDigitalWorld gestartet, um gerade junge Menschen zum Handeln zu bewegen. Ziel ist es, jungen Menschen deutlich zu machen, dass sie sich aktiv vor Gefahren schützen können – und dass IT-Sicherheit auch Spaß machen kann.

BBB: Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell beim Thema „sicheres Internet“?

Dr. Littger: Junge Menschen wachsen heute völlig selbstverständlich als „Digital Natives“ mit dem Internet auf: Sie lernen schon früh und intuitiv den Umgang mit sozialen Netzwerken, Messengern, Smartphones und Online-Plattformen. Gleichzeitig – oder vielleicht gerade weil diese Medien selbstverständlicher Teil des Alltags sind – wird die Nutzung kaum reflektiert: Wie funktionieren bestimmte Angebote? Welche Daten muss ich preisgeben, damit ich diese Angebote nutzen kann? Was passiert mit den gesammelten Daten? Wie nutze ich Angebote sicher? Wie schütze ich mich vor Angriffen?

BBB: Auf Ihrer Webseite sprechen Sie davon, dass Jugendliche ein „digitales Ich” besitzen. Was können wir uns darunter konkret vorstellen? Was bedeutet das „digitale Ich“ der Jugendlichen für deren Umgang mit digitalen Medien?

Dr. Littger: Seit dem Schuljahr 2016/2017 kooperiert der Jugendwettbewerb myDigitalWorld mit dem Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Damit erreichen wir über 40.000 Schulen in Deutschland zum Thema „Sicherheit im Internet“. Im vergangenen Jahr lautete die Aufgabenstellung „Hallo, ich bin dein digitales Ich!“ mit einem Fokus auf die Rolle digitaler Medien im Alltag der jungen Menschen. Konkret: Welche Dienste nutze ich und wie sehr ist mein Alltag von diesen geprägt? Aber auch: Welche Informationen über mich hinterlasse ich im Netz und was entsteht daraus? Damit wurde ein bewusster Umgang mit digitalen Angeboten geschult. Die Ergebnisse waren faszinierend.

BBB: Welche Maßnahmen sehen Sie als besonders sinnvoll und hilfreich an, um das Internet für Jugendliche sicher zu machen?

Dr. Littger: Wir brauchen ein viel größeres und konkretes Engagement, um den sicheren und sinnvollen Umgang mit digitalen Chancen in allen Schulfächern möglichst schnell zu verbessern. Die Nachfrage zeigt das enorme Bedürfnis nach passgenauen Angeboten für Schulen: Im Projekt Bottom-Up: Berufsschüler für IT-Sicherheit werden Auszubildende in Berufsschulen zu IT-Sicherheitsfragen geschult, um ihr Wissen in kleinere und mittlere Unternehmen zu tragen. Mit dem Projekt „Digitale Bildung trifft Schule“, kurz DigiBitS, bieten wir Lehrerinnen und Lehrern innovative Unterlagen zur Medienbildung in ihren jeweiligen Unterrichtsfächern. Die Auftaktveranstaltung dazu erfolgt am 11. Juli 2017 in Berlin-Reinickendorf. Anmeldungen sind möglich unter DigiBitS.


Foto: Dr. Michael Littger, Geschäftsführer von Deutschland sicher im Netz e.V..
Fotocredits: Deutschland sicher im Netz e.V. / Thomas Rafalzcyk.

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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