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Praxis, Planung und Zukunftsperspektiven des Breitbandausbaus in Frankfurt (Oder)

Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand des Breitbandbüros des Bundes. Foto: Florian Schuh/BBB Die Bilder dürfen im Rahmen redaktioneller Berichterstattung unter Quellenangabe kostenfrei genutzt werden. Die Verwendung zu Werbezwecken und zur gewerblichen Nutzung ist untersagt.

Am 5. Juni 2018 war das Breitbandbüro des Bundes (BBB) mit der Informationskampagne Breitband@Mittelstand in Frankfurt (Oder), um gemeinsam mit kommunalen Vertretern über den Breitbandausbau und damit zusammenhängende Projekte in der Region an der polnischen Grenze zu informieren. Die Veranstaltung fand in den Räumen der IHK Ostbrandenburg statt, deren Referent für Innovation, Technologie und Energie, Jens Jankowsky, durch den Tag führte.

Zum Auftakt ging es um Finanzierungsmöglichkeiten und Konzepte für den Glasfaserausbau, wobei speziell die Gewerbetreibenden und die Wohnungswirtschaft in den Blick genommen wurden. Ein Referent des Breitbandbüros des Bundes erläuterte im Anschluss Umsetzung und Anwendungsszenarien des DigiNetz-Gesetzes. Im Mittelpunkte standen die Themenkomplexe Mitnutzung und Mitverlegung bei kommunalen Ausbauprojekten. Der Vertreter des Breitbandbüros ging auf Fragen zur Mitverlegung bei Bahnstrecken, Wasser- oder Energieinfrastruktur ein, gab juristisch fundierte Einschätzungen für bestimmte Szenarien und führte einige Beispiele aus der Entscheidungspraxis der Bundesnetzagentur an.

Nach der Mittagspause erläuterte Mario Quast von der Wirtschaftsförderung Frankfurt (Oder) die Digitalisierungsstrategie der Stadt. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt der Zukunft und die digitale Transformation der Wirtschaft sei es für alle Städte und Regionen notwendig, sich neu aufzustellen. Quast ging auch auf die digitalen Entwicklungsperspektiven für Frankfurt (Oder) ein. So habe die Stadt einen Antrag für die Förderung innerstädtischer WLAN-Hotspots im EU-Förderprogramm WiFi4EU eingereicht. Ebenso sei ein Smart River-Projekt mit der benachbarten polnischen Stadt Slubice geplant, um die Hochwassergefahr einzudämmen. Dies alles liege aber noch in der Zukunft. Grundlage für diese und weitere Projekte ist eine solide digitale Infrastruktur. Quast machte deutlich, dass gerade bei dem für Tiefbau und Netzplanung nötigen Personal in den Kommunen nicht gespart werden dürfe. Eine 50 Prozent-Stelle für die Abwicklung des Breitbandausbaus im Bauamt reiche angesichts der Bedeutung und der Anforderungen einfach nicht aus, so der Wirtschaftsförderer. Dazu passend hatten die Vertreter des Breitbandbüros in den Pausengesprächen bereits auf die Schulungsmöglichkeiten für Bauamtsmitarbeiter hingewiesen, die Teil des umfassenden Seminarangebotes des Breitbandbüros des Bundes sind.

Im Anschlussvortrag ging es um die Versorgung von Gewerbegebieten in Frankfurt (Oder). Ein Vertreter der e.discom Telekommunikation GmbH stellte flexible Datentarife für Unternehmen vor, die an spezielle, beispielsweise saisonbedingte Bedarfe angepasst werden können.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab ein Mitarbeiter des Breitbandbüros des Bundes Hinweise zu Datenschutz und Datensicherheit. Insbesondere stellte er die Eckpfeiler der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, PDF) vor, die am 25. Mai 2018 EU-weit in Kraft getreten ist. Die DSGVO stärkt die Rechte des Einzelnen beim Schutz personenbezogener Daten, reguliert deren Verarbeitung und vereinheitlicht die Regelungen zum Datenschutz in den EU-Mitgliedstaaten. Für Unternehmen bedeutet dies einerseits mehr Verantwortung beim Umgang mit Daten, andererseits werden damit Hürden für eine internationale Geschäftstätigkeit abgebaut.

Während und nach den einzelnen Vorträgen konnten zahlreiche Fragen der anwesenden Unternehmer und kommunalen Vertreter beantwortet werden. Die Besichtigung des Informationsmobils und der mitgebrachten Exponate wie 3-D-Drucker und Telepräsenzroboter rundete den gelungenen Workshop ab.


Foto: Das Informationsmobil der Kampagne Breitband@Mittelstand des Breitbandbüros des Bundes.
Fotocredit: BBB/Florian Schuh.

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