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Studie Medienbildung an deutschen Schulen: Handlungsempfehlungen für die digitale Gesellschaft

Vorstellung der Studie Medienbildung an deutschen Schulen (Bildquelle: Jana Kausch, CC-BY-SA 3.0 DE)

In Zeiten der Digitalisierung wird Medienbildung an Schulen zum wesentlichen Schlüsselfaktor. Die neue Studie, die am 12. November in der Google-Repräsentanz Berlin, vorgestellt wurde, analysiert die schulische Medienbildung in Deutschland und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen auch auf der Basis von zahlreichen Experteninterviews. Der souveräne Umgang aller Schüler mit PC, Internet und digitalen Medien setzt eine flächendeckende strukturelle Verankerung von Medienbildung voraus. Diese umfasst sowohl die Verfügbarkeit von technischer Infrastruktur als auch die Medienbildung von Lehrern.

Hinsichtlich der strukturellen Verankerung betont Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21: „Medienbildung sollte systematisch in die Lehr- und Bildungspläne aller Unterrichtsfächer integriert werden und ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts werden. […] Die bundesweite Koordination und Bündelung der Ressourcen mit dem Ziel, verbindliche Mindeststandards in allen Bundesländern durchzusetzen, ist dringende Aufgabe der Kultusministerkonferenz.“

Weiterhin sollten verbindliche Fortbildungen für Lehrer, sowie ein deutlicher Ausbau der Medienpädagogik als verpflichtender Bestandteil der Lehrerausbildung und des Referendariats werden. Dazu müsse aber eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Hochschulen und Medienzentren dringend durchgesetzt werden.

Saskia Esken, MdB, Mitglied sowohl im Bildungsausschuss, als auch im Ausschuss der Digitale Agenda ist überzeugt: „Der Erwerb digitaler Kompetenzen in der ganzen Breite – der souveräne Umgang mit Medien, mit eigenen Daten und mit Informationen im Netz – kann nur gelingen, wenn digitale Bildung in allen Schulstufen und Schulfächern Einzug hält. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die Kompetenz des pädagogischen Personals beim Einsatz von digitalen Materialien und Methoden. […] Beim Aufbau und der Pflege guter Schulnetze, bei der Entwicklung und guten Umsetzung eigener medienpädagogischer Konzepte und bei der notwendigen Weiterbildung müssen wir die Schulen und die Lehrkräfte durch passgenaue Angebote unterstützen.“

Die unter der Schirmherrschaft der Initiative D21 herausgegebene Studie „Medienbildung an deutschen Schulen – Handlungsempfehlungen für die digitale Gesellschaft“ wurde von der atene KOM | Agentur für Kommunikation, Organisation und Management erstellt. Finanziell unterstützt wurde sie von Google Germany und Texas Instruments Deutschland.

Die Studie kann unter www.atenekom.eu/medienbildung heruntergeladen werden.

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