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„Wetter ist immer interessant“: Privat betriebene Wetterstation – digitalisiert und voll vernetzt

Nicole Rösler aus Rossow (Brandenburg) ist 35 Jahre jung und arbeitet als Küsterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Rossow. Ferner ist sie Ortsvorsteherin in der Rossower Gemeinde und Ortschronistin. Die zertifizierte Natur-und Landschaftsführerin plant gerade thematisch passende Führungen durch die Kyritz-Ruppiner-Heide.

Frau Rösler (Foto unten) betreibt in Rossow seit sieben Jahren eine private Wetterstation (Foto oben) und liefert dem Deutschen Wetterdienst (DWD) Daten. Darüber berichtet sie begeistert dem Breitbandbüro.

 

Breitbandbüro des Bundes: Welche Rolle spielen Computer und Internet bei Ihrer täglichen Wetterbeobachtung?
Nicole Rösler: Computer und Internet spielen eine große Rolle. Sie erleichtern viele Dinge. Meine Wetterdaten (25.920 Wetterdaten am Tag) werden automatisch aufgezeichnet, gespeichert und direkt auf meine Homepage geladen. Ich kann im Nu alle möglichen Grafiken und Statistiken erstellen und erhalte so eine sehr übersichtliche Wetterdarstellung. Jedoch mache ich auch noch einiges selber. Ich messe die Schneehöhe, beobachte die phänologische Entwicklung der Pflanzen. Auch kann mein Computer nicht erkennen, welche Wolkenarten gerade am Himmel sind.

Breitbandbüro des Bundes: Wo und wie konkret setzen Sie Computer- und Internet-Lösungen bei der Wetterbeobachtung ein?
Rösler: Meine Wetterstation allein ist schon ein kleiner Computer, die Daten werden aufgezeichnet und gespeichert. Anschließend werden sie automatisch auf einen Fit-PC Slim, mit stromsparendem AMD Geode-Prozessor, übertragen. Auf diesem ganz kleinen Mini-Rechner befindet sich ein Wetterdatenausleseprogramm, welches die Daten vergleicht und auch grafisch darstellt. Dieser Mini-Rechner ist mit dem WLAN verbunden und lädt per FTP die Wetterdaten auf meine Homepage. Das alles läuft voll automatisch. Auf meinem normalen Computer ist ebenfalls ein Datenausleseprogramm, welches ich für meine ausführlicheren Statistiken benutze.

Breitbandbüro des Bundes: Wenn Sie auf die Zukunft Ihrer Wetterstation blicken: Wie wird diese Ihrer Meinung nach in 10 Jahren aussehen?
Rösler: Ich hoffe, dass meine Wetterstation in 10 Jahren von den Witterungsverhältnissen nicht zu sehr gezeichnet ist. Vielleicht habe ich in nächster Zeit eine Webcam, die auch automatisch Bilder ins Netz stellt. Vielleicht gibt in der Zukunft auch Sensoren, die Partikel und neben UV- und Solar- auch andere Strahlungen messen, finanzierbar im Hobbybereich. Die Entwicklungen in diesem Bereich steigen ständig und ich bin sehr gespannt, was der Markt noch zu bieten hat.

Breitbandbüro des Bundes: Mit einem Augenzwinkern gefragt: Wie wird Ihrer Einschätzung nach der Sommer 2017?
Rösler: Es ist unmöglich eine Wetterprognose für einen solch langen Zeitraum zu geben, nicht nur für Hobbymeteorologen. Ich hoffe, dass der Sommer interessant wird. Wetter ist immer interessant. Und mir fällt dazu immer ein Zitat von John Ruskin ein: „Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschieden Arten von gutem Wetter.“


Fotocredit: Nicole Rösler

Weitere Impressionen unserer Informationskampagne finden Sie in unserer Mediathek.

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